Lärmminderung in der nördlichen Berliner Allee

Der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ist die hohe Lärm- und Luftbelastung durch den Kfz-Verkehr bekannt. Deshalb wurde eine zulässige Höchstgeschwindigkeit in den Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr angeordnet. Hierbei spielt insbesondere neben der allgemeinen Verkehrsbelastung der hohe Anteil des Schwerlastverkehrs eine Rolle. Die hohe Lärmbelastung führt zu einer schlechten Wohnsituation in der nördlichen Berliner Allee. Der Leerstand bei den Wohnungen und Geschäften dokumentiert dies.

Die Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h für die Zeiten zwischen 22 und 6 Uhr ist unbefriedigend. Ein Vor-Ort-Termin von Mitgliedern des Ausschusses für Verkehr und Öffentliche Ordnung am 14.09.2012 auf Einladung der Bürgerinitiative KiezGestalten Weißensee verdeutlichte dies. Die Anwohnerinnen und Anwohner leiden nicht nur unter einem  überdurchschnittlichen Lärmniveau, sondern auch durch einen erheblichen Erschütterungsschall des Schwerlastverkehrs. Hierzu trägt der schlechte Bauzustand der Straße bei.

Die Absenkung des Geschwindigkeitsniveaus führt zu einer spürbaren Verringerung der Lärmbelastung. Dies ist über die Nachtzeit hinaus zwischen 22 und 6 Uhr auch für die gesamte Tageszeit notwendig. Weiterhin verringert sich durch diese Maßnahme - wie an anderen, vergleichbaren Hauptverkehrsstraßen 1. Ordnung erfolgreich nachgewiesen - auch die Luftbelastung insbesondere durch Feinstaub. Die Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit sollte durch dialogorientierte Verfahren wie Dialog-Displays unterstützt werden. Damit wird die Akzeptanz der Anordnung verbessert. Dies zeigen eine Reihe von Untersuchungen der Unfallforschung der Versicherer (UDV). In naher Zukunft ist eine grundhafte Erneuerung der nördlichen Berliner Allee dringend notwendig.

(2. Ausfertigung mit SPD-Fraktion)

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URL:http://gruene-fraktion-pankow.de/archiv/archiv-vii-wahlperiode/verkehr-und-oeffentliche-ordnung/expand/422664/nc/1/dn/1/