14.01.2019

Obdachlosigkeit unkonventionell begegnen – Little Home e.V. unterstützen und Obdachlotsen einführen

Zwei unserer Anträge begegneten dem Problem der Obdachlosigkeit in Pankow mit neuen Lösungsansätzen. Beide waren erfolgreich: Unser Antrag zur Unterstützung des Little Home e.V. ist angenommen und unser Antrag zur Einführung von Obdachlotsen steht bereits kurz vor der Umsetzung.

In einem Antrag fordern wir das Bezirksamt auf, den Verein Little Home zu unterstützen, der Mini-Häuser für obdachlose Menschen baut. Vor allem soll der Bezirk dabei helfen, dem Verein eine geeignete Werkstatt zum Bau der Häuser zur Verfügung zu stellen. Der Ansatz richtet sich vor allem an Menschen, die durch das gängige Raster der Hilfsangebote für Obdachlose fallen. Solange das neue „Housing first“-Konzept des Senates nicht ausreichend umgesetzt ist, muss diese innovative und unkonventionelle Variante Wohnungslosigkeit zu begegnen, dringend unterstützt werden. Die Warteliste von 14.000 Plätzen deutschlandweit bestätigt die enorme Nachfrage und den Bedarf. Und der Ansatz wirkt, wie die Morgenpost in einem Artikel über den Verein berichtettypo3/#_msocom_1.

Die Beratungen im Sozialausschuss bekräftigten den Bedarf der Förderung dieser Wohn- bzw. Unterbringungsform für obdachlose Menschen. Weil die Rolle des Bezirksamtes unklar war, verwandelten die Bezirksverordneten den Antrag in einen Prüfauftrag. Ziel ist nun, die Unterstützungsmöglichkeiten für den Verein Little Homes e.V. im Amt abzuklopfen. Mit einer eindeutigen Mehrheit beschloss die letzten BVV diesen Antrag.

Bereits am 17. Januar hatte die BVV unserem Antrag zur Einführung von „Obdachlotsen“ beschlossen. Durch aufsuchende Sozialarbeit sollen obdachlose Menschen besser über Unterbringungs- und Unterstützungsmöglichkeiten informiert werden. In dieser BVV-Sitzung gab das Bezirksamt den Verordneten nun einen zweiten Zwischenbericht zur Kenntnis und erklärte, es habe mit dem Träger „Horizonte – für Familien“ einen Kooperationsvertrag zur Realisierung dieser Aufgabe abgeschlossen. Der Träger führt nun im Auftrag des Bezirksamtes mehrsprachig aufsuchende (Erst)Beratung und Unterstützung von Menschen in Obdachlosigkeit in Pankow durch. Die Finanzierung erfolgt aus Drittmitteln des Programms der kiezorientierten Gewaltprävention.

Wir freuen uns über diese Erfolge zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit in Pankow!

Foto Obdachlosigkeit unkonventionell begegnen: Bildquelle: www.wikimedia.org, Foto: Reinholf Fahlbusch



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