16.05.2019

Belfast soll Pankows Partnerstadt werden

Auf der BVV am 15. Mai hat sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen dem Thema Europa gewidmet. Neben einer großen Anfrage zur EU-Förderung in Pankow, stellte die Fraktion einen Antrag auf Städtepartnerschaft mit der nordirischen Stadt Belfast. Die BVV hat den Antrag angenommen.

„Damit wollen wir ein Zeichen für Europa setzen und den Nordiren die Hand reichen angesichts des drohenden Brexits. Berlin und Pankow teilen mit Nordirland die Erinnerung von Spaltung und Trennung. Im 30. Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer wäre eine Städtepartnerschaft zwischen Pankow und Belfast ein Zeichen der Verbundenheit, des Friedens und der europäischen Einheit,“ erklärt die Fraktionsvorsitzende Cordelia Koch.

Der Konflikt in Nordirland und Belfast konnte durch die Europäische Union lange Zeit befriedet werden. Nun droht er wieder aufzubrechen. In den letzten Monaten zeigten sich dafür schon die ersten Anzeichen. Durch den Brexit würde Nordirland nicht nur die Europäische Union verlassen, auch die Grenze zwischen Nordirland und Irland würde sich wieder verfestigen und die Stadt eine erneute Trennung von Irland erfahren.

Der Bezirk Pankow hat bisher nur zwei Städtepartnerschaften: Mit der Stadt Kohlberg in Polen und der Stadt Ashkelon in Israel. Andere Berliner Bezirke haben deutlich mehr und bereichern damit ihre Bürger*innen durch vielfältige Jugendaustausche und gemeinsame Kulturveranstaltungen. Friedrichshain-Kreuzberg unterhält beispielsweise zehn Städtepartnerschaften, Mitte hat sogar 17 und Marzahn-Hellersdorf immerhin fünf. Die nordirische Stadt Belfast hat Partnerschaften in China, Bolivien, Südkorea und den USA, aber keine in einem Land der Europäischen Union.

Den Antragstext finden Sie hier.

Foto: William Murphy, CC License

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