31.10.2019

Grüne fordern Solaroffensive in Pankow

Auf der 27. Bezirksverordnetenversammlung (BVV) stellte die bündnisgrüne Fraktion gleich zwei Anträge, um den Bau von Solaranlagen auf Dächern und Fassaden voranzubringen. Das Bezirksamt wird aufgefordert bei „sämtlichen Bebauungsplänen den Einsatz von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien mit Schwerpunkt Solaranlagen beim Bau von Gebäuden vorzusehen“. In einem zweiten Antrag fordern die Grünen „bei allen bezirkseigenen Gebäuden zu prüfen, ob auf den Dächern bzw. an Fassadenflächen und/oder anderen geeigneten Orten Photovoltaikanlagen und/oder solarthermische Anlagen installiert werden können.“

„Der Ausbau mit Solaranlagen ist leider in den vergangenen Jahren ins Stocken geraten“, erläutert der Bezirksverordnete und Mitinitiator der Anträge Karsten Gloger. „Wenn wir unsere Ziele und auch die des Senats erreichen wollen, müssen wir dringend nachsteuern.“

Die Pankower Bezirksverordneten hatten auf der vorletzten BVV den Klimanotstand beschlossen. Im Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm ist das Ziel formuliert, dass bis zum Jahr 2030 25 Prozent des Berliner Stroms aus Photovoltaikanlagen generiert werden soll. Dazu müssten berlinweit jährlich 200 Megawatt an Leistung installiert werden. Aktuell werden in Berlin jährlich jedoch lediglich 5 MW Leistung installiert.

Ausbaubare Flächen gibt es genug. Derzeit sind nur 2 Prozent der nutzbaren Dachflächen mit Photovoltaik oder Solarthermie ausgestattet. Gloger plädiert für eine Inhouse-Vergabe an die Berliner Stadtwerke, um die bezirkseigenen Dächer mit Photovoltaik oder Solarthermie auszustatten. „Das ginge dann relativ schnell und mit geringem Aufwand.“ Die BVV hat die Überweisung des Antrags zu Bebauungsplänen in den Ausschuss StadtGrün beschlossen. Der Antrag zu Solaranlagen auf bezirkseigenen Dächern wurde in den Ausschuss Personal und Finanzen überwiesen.

Foto: pixabay gerhardt12 License: Simplified

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