03.09.2020

Skateranlage für Jugendliche sichern

Endlich wird die marode Skateranlage im Bürgerpark saniert. Seit Jahren ist sie kaum noch befahrbar. Anders als im Jugendbeteiligungsverfahren vorgesehen, will der Bezirk für die neue Anlage nun aber eine andere Nutzung: Die neue Anlage soll eine jüngere Zielgruppe ansprechen, also Kinder.

Möglich wird die Sanierung, weil der Senat dem Bezirk Pankow dafür 200.000 Euro zur Verfügung stellt. Die 50.000 Euro, die der Bezirk Pankow selbst dafür zuvor im Investitionsplan vorgesehen hatte, reichten nicht für eine Grundsanierung. Der Senat hat allerdings das Geld aufgrund eines Beschlusses des Abgeordnetenhauses ausdrücklich für eine Maßnahme für Jugendliche zur Verfügung gestellt, neben der Skateranlage soll davon auch eine mobile Jugendeinrichtung finanziert werden.

Die Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen, Linken und SPD wenden sich nun in einem Antrag gegen das Vorhaben des Bezirks eine reine Kinder-Skaterlage zu schaffen. In der BVV am Mittwoch fordern sie, dass eine Anlage gebaut wird, die sowohl Kinder als auch Jugendliche sinnvoll nutzen können.

Der Bürgerpark sei „für viele Jugendliche ein Treffpunkt und ein Ort zur freien Entfaltung“, heißt es in der Begründung des Antragstextes. „Aktuell nutzen Jugendliche und junge Erwachsene die Skateranlage als Treffpunkt und als Platz für die aktive Ausübung ihrer Leidenschaft.“ Außerdem gibt es im Bürgerpark „neben dem wunderschönen Spielpatz auch den Kinderbauernhof „Pinke Panke“ die Angebote für jüngere vorhalten, somit wäre die Sanierung der Skateranlage für eine jüngere Zielgruppe am aktuellen Bedarf vorbeigeplant.“

Der jugendpolitische Sprecher der bündnisgrünen Fraktion, Karsten Dirk Gloger, erläutert: „Pankow gilt als Kinderbezirk schlechthin. Bei Angeboten für Kinder sind wir tatsächlich gut aufgestellt. Es wird aber gerne übersehen, dass schon längst viele dieser Kinder Jugendliche geworden sind. Da es bisher keinen Rechtsanspruch auf Freiräume für Jugendliche gibt, ist es umso wichtiger für die wenigen vorhandenen Jugendflächen zu kämpfen und diese auszubauen“.

Darum setzt sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit Linken und SPD auch dafür ein, dass der Ersatzbau Jugendfreizeiteinrichtung Maxim im geplanten Zeitraum fertig gestellt wird. Die bauliche Substanz des Gebäudes, in dem sich das Jugendzentrum in Weißensee derzeit befindet, kann langfristig nicht erhalten bleiben. Darum ist schon seit langem ein Ersatzbau geplant.

Das Bezirksamt hatte nun im August mitgeteilt, dass die Vorplanungen dazu ruhen, da wegen der Schulbauoffensive keine Kapazitäten mehr frei seien. Karsten Dirk Gloger, betont: „Wir haben eindeutig zu wenig attraktive Orte für Jugendliche im Bezirk. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen zu sichern und auszubauen.“

Der Antrag für eine „Skateranlage im Bürgerpark auch für Jugendliche“ wurde auf der gestrigen BVV beschlossen. Der Antrag „Planungen für das »Maxim« fortsetzen“ wurde vertagt.

Den Antrag „Skateranlage im Bürgerpark auch für Jugendliche!“ finden Sie hier.

Die Vorlage zur Kenntnisnahme des Bezirksamts zum Stopp der Planungen der Skateranlage finden Sie hier.

Den Antrag „Planungen für das »Maxim« fortsetzen!“ finden Sie hier.

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