22.03.2021

Gastbeitrag Bezirksstadtrat: Vorzeigeprojekt Kunsthochschule Weißensee und neue Kleingartenanlage Hansastraße im Doppelpack

Die auch international renommierte Kunsthochschule ist unsere einzige öffentliche Hochschule im Bezirk. Sie platzt aus allen Nähten, leidet unter steigenden Kosten für die zusätzlich angemieteten Räume und braucht auch eine bauliche Sanierung. Als einzige Erweiterungsfläche bleibt nur die benachbarte landeseigene Kleingartenfläche der Anlage Hamburg. Da beide Grundstücke im Voruntersuchungsgebiet des Blankenburger Südens liegen, konnte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen die notwendige B-Plan-Erstellung neben der Betreuung des Erweiterungsvorhabens übernehmen. Voraussetzung war eine Einigung mit dem Bezirksverband der Kleingärtner. Dies ist letztendlich nur möglich geworden, weil ich den Bau der neuen Kleingartenanlage an der Hansastraße als Ersatzstandort ins Spiel gebracht hatte und gemeinsam mit den beiden Senatsverwaltungen i.R. einer Vereinbarung die volle Finanzierung der neuen Anlage regeln konnte. Der Bezirk hatte nicht mal 1/4 der notwendigen Investitionsmittel dafür, jetzt steht die Finanzierung, und der B-Plan für die Hansastraße kann im Mai nächsten Jahres Planreife erlangen. Parallel werden jetzt schon die Planungsleistungen ausgeschrieben, der Bau könnte Ende 2022 beginnen.

Für die Erweiterung der Kunsthochschule hatten mein Vorgänger und ich mich seit Jahren eingesetzt, nun nimmt das Vorhaben deutlich Fahrt auf: Am 03.03. wurden i.R. einer Videokonferenz unter breiter Beteiligung von Student:innnen, der Fachöffentlichkeit, weiteren Akteur:innen und Senats- sowie der Pankower Verwaltungen der Städtebaulicher Masterplan für Wissenschafts- und Kreativstandort Campus Weißensee und der Vorentwurf des Bebauungsplans vorgestellt. Der Masterplan sieht vor, dass sich um den Quartiersplatz herum die Erweiterungsbauten und Werkstätten der Hochschule sowie Räume für Gründungs- und Forschungsaktivitäten, Wohnraum für Studierende mit Ateliers sowie Gastronomie und soziokulturelle Nutzungen wie ggf. eine Kita Platz befinden. Wesentliche Merkmale des städtebaulichen Masterplans sind:

  • Eine öffentliche, grüne Durchwegung macht das bisher verschlossene Areal für alle zugänglich und nutzbar.
  • Regenrückhalteflächen, Dachbegrünungen inklusive gemeinschaftlich genutzte Allmendegärten, Photovoltaik-Anlagen, die Erhaltung wichtiger Bestandsbäume sowie Obstbaumpflanzungen werden einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten.
  • Eine einsehbare Erdgeschossebene aller Gebäude lässt die Arbeiten der Kunsthochschule erlebbar werden und bietet Raum für neue Angebote für die Nachbarschaft.
  • Innenhöfe und geschützte Bereiche können als offene Werkstatterweiterungen genutzt werden.

Ich bin begeistert vom Entwurf und wünsche mir, dass der auch weitgehend so umgesetzt werden kann. Pankow wird damit um ein weiteres Highlight bereichert werden!

Vollrad Kuhn, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste



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