Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert für das neu ausgewiesene Städtebaufördergebiet „Pankow Süd“ eine wissenschaftliche Begleitung sowie Bildungsangebote, um Bürger*innen zu beteiligen und zu empowern. Das Gebiet, das sich südlich des S-Bahnhofs Pankow zwischen Kissingenstraße, Prenzlauer Promenade, Thulestraße, Berliner Straße, Esplanade und Dolomitenstraße erstreckt, soll in den kommenden 15 Jahren mit Fokus auf Klimaanpassung und Klimaschutz entwickelt werden – doch ohne fachliche Expertise und partizipative Formate drohen wertvolle Potenziale ungenutzt zu bleiben.
„Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert braucht neue Konzepte“, betont Axel Lüssow, Sprecher für Klimaanpassung. „Für nachhaltige Hitzevorsorge, Bodenschutz und Biodiversität brauchen wir sowohl die gebündelte Kompetenz von Wissenschaftler*innen als auch das Erfahrungswissen der Menschen vor Ort.“
Pankow kann hier von bestehenden Strukturen (etwa Berlins vielen Universitäten, Vereinen und Verbände), von spezialisierten Netzwerken (etwa „Boden Plus“ des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) und der Koordinationsstelle Umweltbildung) sowie von erprobten Ansätzen wie dem Konzept der Schwammstadt und Citizen-Science-Projekten zur Förderung urbaner Biodiversität sowie dem Masterplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Senatsverwaltung profitieren.
„Pankow Süd kann eine Chance sein, gemeinsam dazuzulernen und vorzuleben, wie effektive Klimaanpassung funktioniert“, freut sich Axel Lüssow: „Von Verwaltung über Politik bis hin zu Bürger*innen von klein bis groß.“