IX-1356

Betonwüste statt Grünfläche: CDU-geführtes Straßen- und Grünflächenamt ignoriert BVV-Beschluss 

Das Pankower Straßen- und Grünflächenamt ignoriert sowohl die klare Vorgabe der BVV zur Begrünung des Mittelstreifens in der Grellstraße als auch die Jamaika-Projektvereinbarung: Entsiegelung (also die Entfernung undurchlässiger Bodenbeläge wie Asphalt) und Begrünung sollen die Aufenthaltsqualität im bevölkerungsreichsten Bezirk Berlins verbessern. 

„Hitzeschutz, Artenvielfalt und Biodiversität wären in der Grellstraße umsetzbar“, kommentiert Can Aru, Bezirksverordneter und Sprecher für Soziales. „Aber das Straßen- und Grünflächenamt findet nur Gründe, Natur zu verhindern – und keine, sie zu ermöglichen.“

In einem aktuellen Antrag fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen das Bezirksamt auf, den verkehrsberuhigten Mittelstreifen in der Grellstraße zwischen Greifswalder Straße und Hosemannstraße – über drei Jahre nach der beschlossenen Drucksache – endlich mit Straßenbegleitgrün zu versehen. Es sollen bodenverbessernde, insektenfreundliche und kleinwüchsige Blumen wie Rotklee ausgesät werden, um den Boden aufzulockern. Auch eine Aufklärungsarbeit in Form von Schildern, die die Anwohner*innen auf den ökologischen Wert der Verpollerung und Begrünung hinweisen, soll geprüft werden. 

„Grünflächen sind immer auch eine Gerechtigkeitsfrage“, schließt Can Aru. „Wir wollen für alle Menschen in Pankow einen gleichberechtigten Zugang zu Stadtnatur!“