Der gemeinnützige Verein KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e.V. steht wegen wegfallender Fördermittel vor dem Aus. Damit ist auch in Pankow Teilhabe für Menschen bedroht, die sich keine Tickets für Theater, Ausstellungen, Museen, Varieté, Konzerte oder Sportveranstaltungen leisten können. Die Grüne Fraktion Pankow fordert den Berliner Senat auf, endlich sichere und langfristige Finanzierungsmodelle für gemeinnützige Kulturarbeit zu schaffen.
„Es ist ein Skandal, dass ein Verein, der seit 16 Jahren kulturelle Teilhabe für alle ermöglicht, um seine Existenz bangen muss“, erklärt die kulturpolitische Sprecherin Silke Gänger. „KulturLeben ist kein Luxusprojekt, sondern ein zentraler Baustein sozialer Gerechtigkeit und Zusammenhalt in unserer Stadt!“
2024 hat sich die Grüne Fraktion mit einem Antrag erfolgreich für den kostenfreien Zugang zu kulturellen Angeboten eingesetzt: Seither können sich Pankower*innen mit geringem Einkommen beim Besuch des Bürgeramtes oder Sozialamtes, in der Bettina-von-Arnim-Bibliothek, der Heinrich-Böll-Bibliothek sowie den Begegnungsstätten Am Friedrichshain, An der Panke, Tollerstraße, Am Kollwitzplatz und Am Arnimplatz als „Kulturgäste“ anmelden und kostenlos Kulturveranstaltungen besuchen. KulturLeben Berlin erreicht jährlich über 50.000 Menschen – ein starkes Zeichen für den Gemeinschaftsgeist dieser Stadt. Doch ohne stabile Förderstrukturen steht diese Erfolgsgeschichte auf der Kippe. Durch den Wegfall eines privaten Fördergebers klafft im Jahr 2026 eine Finanzierungslücke von 100.000 Euro.
„Der Senat bezeichnet Berlin zu Recht als Kulturhauptstadt – jetzt ist Handeln gefragt“, hält Silke Gänger fest. „Wir fordern eine verlässliche Finanzierung für KulturLeben. Denn jeder Mensch hat das Recht, am kulturellen Leben teilzunehmen – das darf keine Frage des Kontostands sein!“