
Wer bist Du, was machst Du beruflich und in der Fraktion?
Ich bin Claudia Jung, ursprünglich Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte, heute zertifizierte Qualitätsmanagerin und ESD-Koordinatorin: Ich prüfe Schutzmaßnahmen, schule Mitarbeitende und achte darauf, dass Geräte im Betrieb sicher eingesetzt werden.
Seit 2019 engagiere ich mich bei Bündnis 90/Die Grünen: Im Kreisverband Pankow, wo ich von 2021 bis 2026 Beisitzerin im Vorstand war, als Bürgerdeputierte in der BVV und nun als Bezirksverordnete. Ich bin Mitglied in den Ausschüssen für Finanzen, Personal, Immobilien und Verwaltungsmodernisierung sowie Kultur, Weiterbildung und Städtepartnerschaften.
Welchen Bezug hast Du zu Pankow?
Ich bin fünf Jahre nach der Wende nach Berlin gekommen, habe erst in Lichtenberg gelebt und dann eine charmante Wohnung im Prenzlauer Berg gefunden und von Grund auf renoviert. Ich liebe es bis heute, nicht nur meinen Kiez, sondern den gesamten Bezirk bis zum Stadtrand mit dem Fahrrad zu erkunden und immer neue Facetten von Pankow zu entdecken.
Wie lange bist Du schon in der BVV Pankow und was gefällt Dir an Deiner Arbeit?
Seit Februar 2026 bin ich Mitglied der BVV. Mich treibt vor allem die Frage an, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen. Kommunalpolitik gibt uns die Chance, dieses Zusammenleben vor Ort aktiv mitzugestalten – lösungsorientiert und immer nah an den Menschen. In der Fraktion ringen wir gemeinsam und konstruktiv um die besten Ideen für Pankow – das macht die politische Arbeit für mich besonders spannend und wertvoll.
Was sind Deine thematischen Schwerpunkte?
Ich kämpfe vor allem für Gewaltschutz, für die Gleichstellung von Frauen, für Entlastungen alleinerziehender Mütter und für die bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und kommunalpolitischem Engagement. Wir müssen dringend strukturelle Hürden abbauen, damit sich mehr Menschen, gerade Frauen, politisch einbringen können.
Welches Projekt liegt Dir besonders am Herzen – und warum?
Pankow als einwohnerstärkster Bezirk Berlins braucht verlässliche Strukturen zum Schutz vor Gewalt. Mir ist wichtig, die Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention zu stärken, vorhandene Angebote zu vernetzen, sichtbarer zu machen und zusätzliche Hilfen für Betroffene zu entwickeln.