Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, im Wohngebiet, welches von den Hauptstraßen Kastanienallee, Schönholzer Weg und Angerweg begrenzt wird, Maßnahmen gegen den zunehmenden Durchgangsverkehr zu ergreifen.
Dafür soll das Bezirksamt u.a. prüfen, ob dies
- durch die Anordnung von Einbahnstraßen (bspw. Vorschlag Skizze Begründung)
- oder durch die Verhinderung der Ein- und Ausfahrt in das Wohngebiet von der Kastanienallee durch Entwidmung des Straßenraumes bei den Einfahrten in der César-Franck-Straße und Maurice-Ravel-Straße in Kombination mit jeweils einem Wendehammer
umgesetzt werden kann.
Berlin, den 20. Januar 2026
Einreicher: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
gez. BV Almuth Tharan, BV Paul Schlüter, BV Jan Drewitz
Begründung
Auch in diesem Wohngebiet in Wilhelmsruh nimmt der Durchfahrtsverkehr beständig zu. Dies hat hier besonders Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit von Zufußgehenden und Schulkindern, da in vielen der Nebenstraßen entweder kein Fußweg oder nur ein einseitiger schmaler Fußweg besteht und von diesen deshalb in den allermeisten Fällen die Straße benutzt werden muss.
Auf den ersten Blick wäre die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches in dem Gebiet naheliegend, doch wäre dafür eine bauliche Umgestaltung aller Straßen mit Fußweg zu einer Mischverkehrsfläche nötig, was immense finanzielle Mittel benötigen würde und wahrscheinlich ebenfalls das viele Straßenbegleitgrün (aktuell Versickerungsflächen!) in ausgewiesene Parkflächen umwandeln würde. Außerdem könnten die Anwohnenden in einem verkehrsberuhigten Bereich nur noch in ausgewiesenen Parkflächen oder auf dem eigenen Grundstück parken. Es ist unwahrscheinlich, dass für die Anzahl an Fahrzeugen, die aktuell auf der Straße geparkt wird, dieselbe Anzahl an Parkflächen ausgewiesen werden könnte. Auch dies spricht gegen die Ausweisung eines verkehrsberuhigten Bereiches.
Sinnvoller ist es deshalb, den derzeitigen Charakter des Viertels beizubehalten, aber den Durchgangsverkehr wirksam zu unterbinden.

Beispiel, wie mittels der Anordnung von Einbahnstraßen der Durchgangsverkehr verhindert werden könnte. Die Pfeile verdeutlichen die Richtung der Einbahnstraßenführung.