IX-1337

Sichere Schulwege in Heinersdorf (Bürger*innenantrag)

Das Bezirksamt wird ersucht, die Schulwegsicherheit an vier Stellen in Heinersdorf zu verbessern bzw. bei Landeszuständigkeit den Senat zum Handeln aufzufordern, und dabei u.a. folgende Maßnahmen zu prüfen: Fußgängerüberweg, Gehwegvorstreckung, Anordnung Tempo 30 mit Blitzgerät.

1) Wischbergeweg / Rennbahnstraße

2) Malchower Straße / Wischbergeweg

3) Blankenburger Straße / Straße 30

4) Rothenbachstraße / Romain-Rolland-Straße

Begründung:

Heinersdorf ist ein wachsender Bezirk mit einer steigenden Zahl an Schulkindern. Die Verkehrsinfrastruktur hat diesem Wachstum nicht standgehalten. Die Situation insbesondere für Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, ist an den vier genannten Stellen gefährlich.

Der Wischbergeweg wird von Autofahrern als Schleichweg zwischen Malchower Straße und Rennbahnstraße genutzt, um den dauerhaften Stau im Ortskern Heinersdorf zu vermeiden. Autofahrer biegen sowohl aus der Malchower als auch aus der Rennbahnstraße oft mit überhöhter Geschwindigkeit in den Wischbergeweg ab und nehmen querende Schulkinder kaum wahr. Eltern berichten, dass es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt. Die bereits bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung wird häufig missachtet. Ein Blitzgerät zur Geschwindigkeitskontrolle könnte dem entgegenwirken; die Anschaffung würde sich durch die Einnahmen aufgrund von Bußgeldern amortisieren.

Viele Kinder, die den westlichen Teilen Heinersdorfs wohnen, nutzen die Straße 30, um in die neue Schule in der Rennbahnstraße zu gelangen. Hierzu müssen sie die Blankenburger Straße überqueren, die mit Ausnahme der (ebenfalls sehr gefährlichen) Fußgängerampel an der Kreuzung zur Romain-Rolland-Straße über keine Querungsmöglichkeiten verfügt. Hier wäre ein Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel im Zuge der für 2025 geplanten Eröffnung der geplanten Schule in der Heinersdorfer Straße 22 installiert worden; da die Schule aber aus Haushaltsgründen vorerst vom Senat gestrichen wurde, ist dies obsolet. Die Kinder, vor allem aus dem Neubaugebiet nördlich der Tiniusstraße, besuchen nun mehrheitlich die Schule in der Rennbahnstraße, was ebenso eine Querung der Blankenburger Straße erforderlich macht.

Zudem ist die Querung der Rothenbachstraße an der Abzweigung Romain-Rolland-Straße nach wie vor eine Gefahrenstelle, nicht nur, aber ganz besonders für Kinder, die auf dem Heimweg von der Schule im einzigen Supermarkt im Ortskern einkaufen wollen. Vor allem für diejenigen Kinder, die im Neubaugebiet nördlich der Tiniusstraße wohnen, ist die Querung an der Ampel im Ortskern ein Umweg von mehreren hundert Metern – was dazu führt, dass die Kinder gegenüber Netto auf Höhe der Verkehrsinsel queren, was aufgrund der unübersichtlichen Kreuzungssituation und der hohen Geschwindigkeit vieler Autofahrer in hohem Maße gefährlich ist.

Antrag auf der BVV-Seite: https://bvv-pankow.berlin.de/pi-r/vo020_r.asp?VOLFDNR=7279