Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, zum Hitzeschutz im öffentlichen Raum auf Schul- und Kitaflächen, sowie Stadt- und Spielplätzen, auf denen eine ausreichende Verschattung nicht durch Bäume und Pflanzen erreicht, bzw. nicht bei Freigabe erreicht werden kann, die Verschattung durch Sonnensegel [1] zu realisieren.
Nach dem Vorbild von Lichtenberg soll das Bezirksamt, sowohl für die eigentliche Finanzierung als auch für den Eigenanteil, prüfen, welche Förderungen, wie z.B. Städtebauförderung, dafür genutzt werden können.
Begonnen werden soll damit, dass auf dem inklusiven Spielplatz in der Dusekestraße wieder ein Sonnensegel eingerichtet wird.
Berlin, den 14.04.2026
Einreicher: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
gez. BV Almuth Tharan, BV Paul Schlüter, BV Axel Lüssow, BV Jan Drewitz
Begründung:
Zusätzlich zu natürlicher Klimaanpassung können Sonnensegel ein wichtiger Beitrag sein, um unsere Spielplätze fit für den Klimawandel zu machen. In Lichtenberg sollen die neuen Beschattungselemente künftig insbesondere Kleinkinderspielbereiche wirksam vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und damit die Aufenthaltsqualität auf den Spielplätzen deutlich verbessern.
Das Bezirksamt Lichtenberg hat über das Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) und mit Kofinanzierung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Fördermittel eingeworben.
Lt. Fortschrittsbericht zum Klimaschutzkonzept Pankow [3] stehen u.a. wg. Kürzungen im Landeshaushalt jedoch keine weiteren Mittel für die Jahre 2026 und 2027 für neue Projekte zur Verfügung: „Das Programm BENE2 wird kofinanziert von der Europäischen Union. Wenn das Land Berlin den eigenen Anteil (60%) einspart, werden auch die EU-Mittel (40%) nicht bereitgestellt. Das heißt, der Verlust für den Klimaschutz ist doppelt so groß wie die Kürzungen durch das Land Berlin.“ Daher seien beispielsweise die Umsetzung der Maßnahmen „Grüne Oasen fördern“ (KA-3) und „Hitzeresiliente Stadtentwicklung“ (KA-10) des Klimaschutzkonzepts aufgrund unzureichender finanzieller Ressourcen nicht gesichert.
Die Fläche des inklusiven Spielplatzes in der Dusekestraße ist vollständig mit einem künstlichen Bodenbelag versiegelt worden, um Barrierefreiheit zu gewährleisten. Auf die Pflanzung von Bäumen würde lt. Angabe des Pankower Straßen- und Grünflächenamtes bewusst verzichtet, um Beeinträchtigungen durch Laub zu vermeiden. Daher muss hier eine Verschattung auf anderem Wege realisiert werden.
[1] https://www.orange-produkt.de/produkt/sli-spielplaetze-in-lichtenberg
[2] https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/aktuelles/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1601769.php
[3] https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/beauftragte/klimaschutz/artikel.1511430.php