Wohnen ist Grundrecht, kein Geschäftsmodell! 

Immer mehr Eigentümer*innen nutzen illegale Kurzzeitmietverträge, um das Doppelte bis Dreifache ortsüblicher Mieten zu kassieren. Die bündnisgrüne Fraktion Pankow positioniert sich entschieden gegen diesen Missbrauch von Wohnraum: Gewachsene Wohn- und Sozialstrukturen brauchen konsequenten Schutz – besonders in sozialen Erhaltungsgebieten (sog. Milieuschutzgebieten). 

Seit dem 18. April muss jedes Wohnen auf Zeit in Milieuschutzgebieten erst genehmigt werden. Ohne Umsetzung aber droht die Verwaltungsvorschrift zum zahnlosen Tiger zu werden. „Die neue Regelung schafft mehr Handlungssicherheit für die Ämter. Jetzt muss Pankow auch personell so aufgestellt werden, dass illegale Mietverträge auf Zeit schnell verfolgt und Wohnungen dem regulären Mietmarkt zurückgeführt werden“, kommentiert Silke Gänger, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik.

Die bündnisgrüne Fraktion Pankow fordert, das Bezirksamt personell so zu stärken, dass illegale Kurzzeitmietverträge in sozialen Erhaltungsgebieten konsequent verfolgt und unterbunden werden können. „Wohnen auf Zeit darf kein Einfallstor für Verdrängung sein, gerade in Milieuschutzgebieten. Profitgier und illegale Geschäftsmodelle mit dem Wohnraum von Menschen dürfen nicht länger geduldet werden”, hält Silke Gänger fest.