Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, den Abkürzungsverkehr durch die Straße „Am Wasserturm“ und das angrenzende Wohngebiet mit geeigneten Maßnahmen wirksam zu unterbinden. Dafür soll das Bezirksamt u. a. prüfen,
- die Einfahrt in die Straße „Am Wasserturm“ von der Tino-Schwierzina-Straße mit dem Verkehrsschild 267 in Kombination mit dem Zusatz „Fahrräder und Anlieger frei“ (Verkehrsschild 1020-12) zu untersagen
- sowie die Einfahrt Figarostraße von der Prenzlauer Promenade mit dem Verkehrsschild 267 in Kombination mit dem Zusatz „Fahrräder und Anlieger frei“ (Verkehrsschild 1020-12) zu untersagen.
Berlin, den 20. Januar 2026
Einreicher: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
gez. BV Almuth Tharan, BV Paul Schlüter, BV Katharina Koufen
Begründung
Die Straße „Am Wasserturm“ ist stark durch Autos und Kleinlastwagen belastet, die die Straße von Osten kommend als Schleichweg Richtung Prenzlauer Promenade/Autobahn nutzen, um den Rückstau vor der Ampel im Ortskern Heinersdorf zu vermeiden, sowie von Westen kommend über die Figarostraße Richtung Weißensee, um den Stau auf der Rothenbachstraße zu umfahren. Besonders zur Rush-Hour am Nachmittag und insbesondere Freitagnachmittags ist die Straße stark frequentiert.
Zwar hat die vor einigen Monaten dankenswerterweise gebaute Gehwegvorstreckung am Eingang zur Straße am Wasserturm dazu geführt, dass Fahrzeuge, die aus der Tino-Schwierzina-Straße abbiegen, vor Einfahrt in die Straße abbremsen. Doch hat sich der Verkehr dadurch insgesamt nicht spürbar reduziert, und weiterhin fahren viele Fahrzeuge, sobald sie die Gehwegvorstreckung passiert haben, häufig zu schnell und der Enge der Straße mit parkenden Autos sowie dem schadhaften Zustand des Straßenbelags nicht angemessen. Dies führt zu Gefahrensituationen, wenn Autos entgegenkommen oder aus einer Seitenstraße in die Straße am Wasserturm abbiegen.
Auch werden Menschen, die zu Fuß gehen, gefährdet, insbesondere Kinder auf ihrem Schulweg aus der Grundschule am Wasserturm. Um entgegenkommenden Fahrzeugen auszuweichen oder zu wenden, nutzen Autofahrer manchmal auch die Gehwege. So wurde vor einigen Wochen der Holzzaun des Grundstücks an der Ecke Am Wasserturm/Zampastraße von einem Fahrzeug zerstört.
Hinzu kommt die Lärmbelastung für die Anwohnenden der Straße am Wasserturm, die aufgrund des Kopfsteinpflasters besonders hoch ist.
Für die Bewohner der gesamten Wasserturmsiedlung ist es zu bestimmten Uhrzeiten inzwischen schwer, ihre Siedlung mit dem PKW oder dem Fahrrad zu verlassen. Die Straßen sind eng und nur einseitig befahrbar; Autofahrer müssen in Parklücken ausweichen, um Gegenverkehr vorbeizulassen. Dies gilt sowohl für die die Straße „Am Wasserturm“ in Richtung Tino-Schwierzina-Straße als auch für die Figarostraße in Richtung Prenzlauer Promenade.

