Kleine Anfrage - KA-0196/IX

Politische Inhalte der Installation am Thälmann-Denkmal

Bezirksamt Pankow von Berlin
Abt. Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur
Bezirksstadträtin

27.04.2021

Frau Bezirksverordnete
Hannah-Caroline Wettig
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

über
den Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
über
den Bezirksbürgermeister

Kleine Anfrage 0196/IX
über
Politische Inhalte der Installation am Thälmann-Denkmal

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

1. Wer hat die Film-Essays der Ausstellung „Vom Sockel her“ am Thälmann-Denkmal kura-
tiert und abgenommen?

Die Arbeit „VOM SOCKEL DENKEN“ der Künstlerin Betina Kuntzsch ist eine dauerhafte Installation. Sie ist im Ergebnis des Kunstwettbewerbes „Künstlerische Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals“ entstanden. Der Kunstwettbewerb wurde deutschlandweit zweiphasig ausgelobt. Grundlage zur Durchführung war die Anweisung Bau (ABau) und die Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013). Der Auslober hat ein Preisgericht berufen. Es setzte sich wie folgt zusammen:

Stimmberechtigte Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter:

• Susanne Ahner, Bildende Künstlerin (Deutscher Künstlerbund)
• Matthias Flügge, Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden
• Via Lewandowsky, Bildender Künstler
• Henrike Neumann, Bildende Künstlerin
• Manfred Butzmann, Bildender Künstler (stellvertretend)
• Prof. Dr. Stefanie Endlich, Kunstpublizistin (stellvertretend)
• Marie Luise Birkholz, Bildende Künstlerin (stellvertretend)

Stimmberechtigte Sachpreisrichterinnen uns Sachpreisrichter:
• Sören Benn, Bezirksbürgermeister Pankow von Berlin
• Dr. Annette Leo, Historikerin und Publizistin
• Dr. Christoph Rauhut, Berliner Landeskonservator, Direktor des Landesdenkmalamtes
• Dr. Thorsten Dame, Landesdenkmalamt Berlin Dr. Thomas Flierl, Bauhistoriker, Publizist (stellvertretend)

Außerdem waren zu Preisgerichtssitzung anwesend:
Sachverständige:
• Oliver Heredia, Bezirksamt Pankow, Stadtentwicklungsamt
• Holger Johnke, Bezirksamt Pankow, Leitung Straßen und Grünflächenamt
• Christiane Kluge, Bezirksamt Pankow, Untere Denkmalschutzbehörde
• Bernhard Kotowski, Kulturwerk des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler in Berlin (bbk berlin GmbH)
• Kerstin Lindstädt, Bezirksamt Pankow, Leitung Untere Denkmalschutzbehörde
• Bernt Roder, Bezirksamt Pankow, Amt für Weiterbildung und Kultur, Museum/bezirkliche Geschichtsarbeit
• Katrin Sander, Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Kunst im Stadtraum
• Dr. Jens Schöne, Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
• Petra Schmidt-Dreyblatt, Brandenburgischer Verband Bildender Künstlerinnen
und Künstler
• Annette Tietz, Bezirksamt Pankow, Amt für Weiterbildung und Kultur, Leitung Galerie Pankow / Kunst im öffentlichen Raum
• Dr. Susanne Willen, Landesdenkmalamt Berlin
• Anke Paula Böttcher, Bezirksamt Pankow, Amt für Weiterbildung und Kultur, Galerie Pankow / Kunst im öffentlichen Raum

Vorprüfung:
• Liesa Andres, Mitarbeiterin der Wettbewerbsbetreuung
• Stefan Mathey, Vorprüfung – Bildhauer und Architekt
• Dorothea Strube, Vorprüfung – Kunstvermittlung, Wettbewerbsbetreuung

Gäste:
• Tina Balla, Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Kunst und Kultur
• Jörg Friedrich, Anwohner-Initiative Ernst-Thälmann-Park
• Petra Wilfert-Demirov, Anwohner-Initiative Ernst-Thälmann-Park
• Verena Sich, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen – BVV Pankow von Berlin
• Matthias Zarbock, Linksfraktion – BVV Pankow von Berlin
• David Marquard, CDU-Fraktion – BVV Pankow von Berlin
• Claudia Steinke, SPD-Fraktion – BVV Pankow von Berlin
• Stephanie Wölk, SPD-Fraktion – BVV Pankow von Berlin

Im Ergebnis dieses Wettbewerbes empfahl das Preisgericht den Entwurf „VOM SOCKEL DENKEN“ der Künstlerin Betina Kuntzsch zur Realisierung. Grundlage der Entscheidung des Preisgerichts war der eingereichte Entwurf. Er bestand aus drei Elementen: den fünf Betonsockeln vor Ort, zehn Kurzfilmen, die über die QR-Codes am Sockel abrufbar sind und einer Website. Auf dieser werden die Filme und weitere Informationen zum Projekt präsentiert.

Zusammen mit der Realisierungsempfehlung gab das Preisgericht gemäß Anweisung Bau des Landes Berlin (ABau) und der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) Bearbeitungsempfehlungen an die Entwurfsverfasserin.

Die in der Realisierungsphase entstandenen Filme von Betina Kuntzsch wurden bearbeitet und umgesetzt. Grundlage dafür war das dem Preisgericht als Teil der Entwurfsunterlagen eingereichten Konzeptbuches.

2. Wie hat das Bezirksamt die Bezirksverordnetenversammlung bei den politischen Inhalten der Ausstellung eingebunden?

Die Arbeit „VOM SOCKEL DENKEN“ der Künstlerin Betina Kuntzsch ist eine dauerhafte Installation. Sie ist im Ergebnis des Kunstwettbewerbes „Künstlerische Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals“ entstanden. Es handelt sich nicht um eine Ausstellung. Der Prozess des Wettbewerbsverfahrens begann mit dem öffentlichen Kolloquium 2018. Hierzu wurden die Mitglieder des Kulturausschusses der BVV eingeladen und waren zum Teil anwesend. Zur Teilnahme an den Sitzungen des Preisgerichts der ersten und zweiten Phase waren die Mitglieder des Kulturausschusses der BVV als Gäste eingeladen. Über das Wettbewerbsverfahren und die Ergebnisse wurden die BVV und der Kulturausschuss der BVV informiert.

3. Inwiefern wurde entsprechend der Drucksache VIII-1050 das Konzept des Siegerentwurfs dem Ausschuss für Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften zur Beratung vorgelegt?

Nach Abschluss des Kunstwettbewerbs stellte das Bezirksamt dem Kulturausschuss auf der Sitzung am 08.10.2020 in Beantwortung der Drucksache VIII-1050 den zur Realisierung empfohlene Entwurf von Betina Kuntzsch vor. Hierzu gehörten auch die Realisierungs- und Folgekosten sowie der Zeitplan.

4. Kannten die Mitglieder des Kulturausschusses die Inhalte der Film-Essays im Detail?

Das Konzeptbuch war Teil des Entwurfes. Es konnte von den als Gästen geladenen Mitgliedern der Fraktionen der BVV während der Preisgerichtssitzungen der ersten und zweiten Phase eingesehen werden. Drei Filmbeispiele wurden allen Anwesenden bei der Sitzung des Preisgerichts am 17.09.2020 präsentiert. Das Wettbewerbsverfahren wurde anonym durchgeführt. Eine Veröffentlichung der Entwürfe war daher erst nach Abschluss des Verfahrens möglich.

Konzeptbuch und Filmessays waren nach Abschluss des Kunstwettbewerbs auf der Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge mit den Modellen, Film- und Hörstücken öffentlich zugänglich. Gezeigt wurden diese Arbeiten vom 20. Juli bis 1. August 2021 im Veranstaltungsort WABE, Danziger Straße 101 in 10405 Berlin.

5. Wenn nein: Aufgrund welcher Erwägungen wurden sie dem Kulturausschuss nicht vorgelegt?

Die Filmessays sind eine kohärente, schöpferisch-künstlerische Arbeit. Sie wurde auf Empfehlung des Preisgerichts realisiert. Die Künstlerin zeichnet in Wahrnehmung ihrer künstlerischen Freiheit verantwortlich.

6. Kannten die Mitglieder der Kommission Kunst im Öffentlichen Raum die Inhalte der Film-Essays im Detail?

Die Mitglieder der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum waren an der Vorbereitung des Verfahrens beteiligt. Sie haben die Ergebnisse des Kunstwettbewerbs ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit zur Kenntnis bekommen. Dies geschah über die Veröffentlichungen des Auslobers.

7. Wenn nein: Aufgrund welcher Erwägungen wurden sie der Kommission nicht vorgelegt?

Die Kommission Kunst im öffentlichen Raum Pankow bereitet auf Grundlage der Anweisung Bau des Landes Berlin (ABau) Kunstwettbewerbe vor und gibt dafür Empfehlungen zur Art des Verfahrens, zum Bearbeitungsbereich und zum Thema. Der Kunstwettbewerb „Künstlerische Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals“ wurde in einem längeren Prozess vorbereitet und begleitet durch Expertinnen und Experten der Kommission Kunst im öffentlichen Raum Pankow. Das Verfahren wurde anonym durchgeführt. Das Preisgericht wird vom Auslober benannt und ist nicht mit der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum Pankow gleichzusetzen. Beteiligte Fachleute in der Vorbereitung können nicht gleichzeitig Mitglieder eines Preisgerichts sein. Die Mitglieder der Kommission Kunst im öffentlichen Raum Pankow wurden nach Abschluss des Verfahrens über das Ergebnis des Kunstwettbewerbs „Künstlerische Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals“ informiert.

8. Welche Erwägungen führten dazu, die Zuständigkeit für die Installation mitsamt dem Inhalt der Filme der Kommission Kunst im Öffentlichen Raum zu übertragen?

Die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum Pankow ist ein Beratungsgremium des Bezirksamtes. Es wirkt an der Vorbereitung von Kunstwettbewerben mit und empfiehl die Art des Verfahrens, den Bearbeitungsbereich, das Thema sowie die einzuladenden Künstlerinnen und Künstler. Die Empfehlung zur Realisierung eines Entwurfes gibt das Preisgericht im Ergebnis eines Kunstwettbewerbs.

9. Welche Erwägung führte dazu, die Gedenktafelkommission bei den Inhalten der Film-Essays nicht einzubeziehen?

Die Filmessays sind Teil eines künstlerischen Entwurfes, der eine individuelle schöpferische Leistung darstellt. Die Beurteilung der Filmessays als Bestandteil des künstlerischen Entwurfes erfolgte in einem anonymen Verfahren durch ein vom Auslober berufenes Preisgericht, dem als Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter sowie Sachverständige auch Historikerinnen und Historiker angehörten.

10. In seiner Antwort auf die KA-0649/VIII vom 20.8.2019 antwortet das Bezirksamt: „Aktuelle Kunst arbeitet oft mit dokumentarischem Material; Analyse und Ideologiekritik sind vielfach Bestandteile künstlerischer Konzepte.“ Ist aus Sicht des Bezirksamts weniger politische Einbindung der BVV erforderlich, wenn Analyse und Ideologiekritik Teil von Kunst sind im Gegensatz zu denselben als Teil einer historischen Kommentierung?

Inhalt der künstlerischen Idee und der Umsetzung als filmische Essays ist eine assoziative künstlerische Herangehensweise gemäß der in der Auslobung zum Kunstwettbewerb formulierten Aufgabenstellung:

„Aufgabe des Wettbewerbes ist die künstlerische Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals im Bezirk Pankow, Ortsteil Prenzlauer Berg.
Thema des Wettbewerbes ist die kritische Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart des Ernst-Thälmann-Denkmals. Wesentliche Aspekte sind dabei:

• die Entstehungsgeschichte des Denkmals im Kontext der Gesamtanlage Ernst-Thälmann-Park
• die Bedeutung des Denkmals als Symbol des politischen Selbstverständnisses der DDR
• der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR am Beispiel der Diskussion in den beginnenden 1990er-Jahren und der Gegenwart
• die Person Ernst Thälmann
• die Darstellung Thälmanns in der Kunst der DDR
• die künstlerische und kunsthistorische Einordnung des Denkmals

Die Auseinandersetzung mit dem Ernst-Thälmann-Denkmal wird durch verschiedene inhaltliche Ebenen bestimmt, die einander überlagern und Potenzial für eine kritische Reflexion bieten.

Die künstlerische Kommentierung sollte dazu dienen, Fragen aufzuwerfen, zu irritieren und zur Diskussion anzuregen. Dabei sollten nach Möglichkeit einer oder mehrere der zuvor genannten Aspekte aufgegriffen und künstlerisch bearbeitet und vertieft werden.“ Aktuelle Kunst arbeitet oft mit dokumentarischem Material. Analyse und Ideologiekritik sind vielfach Bestandteile künstlerischer Konzepte. Aufgabe der Kunst ist es jedoch nicht, den gesamten Bezugsrahmen eines Ortes oder eines Geschehens auf wissenschaftlich hohem Niveau auszuloten und darzustellen. Künstlerinnen und Künstler wählen vielmehr einen Aspekt des Geschehens aus, der ihnen besonders wichtig erscheint. Sie bearbeiten und vertiefen diesen mit ihren eigenen Mitteln, um Denkanstöße zu geben, Fragen zu stellen und Zeichen zu setzen.

11. Wenn ja: Aufgrund welcher rechtlichen oder demokratietheoretischen Erwägungen ist das Bezirksamt zu dieser Einschätzung gelangt?

Die Kunstfreiheit dient als ein elementares Grundrecht dem Schutz künstlerischer Ausdrucksformen und ist in Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes (GG) verankert. Als eines der am stärksten geschützten Grundrechte des deutschen Grundrechte-Katalogs gehört die Kunstfreiheit zu den Kommunikationsgrundrechten und wird vom Bundesverfassungsgericht daher als wesentlich für die demokratische Grundordnung erachtet.

12. Im Entwurf für die Installation, den die Künstlerin der Jury vorlegte, sind einige Stelen mit Film enthalten, die in der Installation, die jetzt auf dem Platz steht, nicht realisiert wurden. Warum sind Stele und Film mit Titel „Teddymythos“ weggefallen, in dem es neben der Biographie Thälmanns, auch um den Mythos Antifaschismus in der DDR und den Gründungsmythos Buchenwald gehen sollte?

Die Auslobung des Wettbewerbs erfolgte als deutschlandweit offener, zweiphasiger Kunstwettbewerb für professionelle Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlergruppen. In der ersten Phase waren die Teilnehmenden aufgefordert, grundsätzliche künstlerische Lösungsansätze in Form einer Ideenskizze im Zusammenhang mit konzeptionellen Überlegungen einzureichen. In der zweiten Phase wurden zehn der Entwurfsverfasserinnen und -verfasser aufgefordert, die Ideen- und Konzeptentwürfe als Realisierungsentwürfe auszuformulieren. Im Rahmen der vom Preisgericht empfohlenen Ausarbeitung der Ideenentwürfe der ersten Phase wurde der Entwurf durch die Künstlerin ausgearbeitet und konkretisiert.

Der Filmeessay mit dem Titel „Teddymythos“ wie auch „Fahnenrot“, „Vorrückwärts“, „Gasometer“, „Edelplatte“ von Betina Kuntzsch waren Bestandteil des Ideenentwurfs für die erste Phase des Wettbewerbs, welcher für die zweite Phase ausgearbeitet, weiterentwickelt und verfeinert wurde.

Der Entwurf und die realisierte Arbeit enthalten keine Stelen.

13. Warum sind Stele und Film mit Titel „Fahnenrot“ weggefallen, in dem es um „Geschichte ab 1933“ gehen sollte?

Siehe Antwort zu Frage 12

14. Warum sind Stele und Film mit Titel „Vorrückwärts“ weggefallen, in dem das Wohnungsbauprogramm der DDR kritisch beleuchtet und u.a. der Verfall der Städte gezeigt werden sollte?

Siehe Antwort zu Frage 12

15. Warum wurde der ursprüngliche Titel des Films zur Protestbewegung gegen die Sprengung des Gasometers geändert von „1986“ in „Gasometer“?

Siehe Antwort zu Frage 12

16. Während einige Filme weggefallen sind, kamen andere hinzu, offenbar als Ersatz auch in inhaltlicher Hinsicht. Darum frage ich: Hält das Bezirksamt den Film „Irmas Teddy“, der allein Ausschnitte der DDR-Schullektüre „Erinnerungen an meinen Vater“ von Irma Thälmann widergibt, für eine adäquate Wiedergabe der Biographie Thälmanns?

Siehe Antwort zu Frage 12

17. Hält das Bezirksamt den Film „Edelplatte“ für eine Kritik am Wohnungsbauprogramm der DDR, die den weggefallenen Film „Vorrückwärts“ adäquat ersetzt?

Siehe Antwort zu Frage 12

18. Welche Stellen und Gremien haben über diese Abänderungen beraten und entschieden?

Der Entwurf der Künstlerin Betina Kuntzsch wurde nach eingehender Beratung und Würdigung durch das Preisgericht zur Realisierung empfohlen. „Die Arbeit zeichnet sich durch überzeugende Beispiele einer filmischen Annäherung an die Themen, die das Denkmal evoziert, aus. Die Bandbreite der Filmbeiträge ist sehr groß, sie reicht von der Geschichte des Areals, über den umstrittenen Abriss der Gasometer und alternative Nutzungsformen bis zur Denkmalsetzung 1986, von der historischen Person Ernst Thälmann bis zur Kulturfigur in der DDR. Der individuell-assoziative und alltagsgeschichtliche Zugang zu den Themen überzeugt formal und inhaltlich. Die Themenbereiche werden durch neugierig machende Begriffe, Wortgruppen und Sätze überschrieben. Die künstlerisch-filmische Durchdringung der Themen beinhaltet wesentliche Elemente der erwarteten Auseinandersetzung mit dem historischen Gegenstand, dem Park, dem Wohngebiet, dem Denkmal und den zeitgeschichtlichen Hintergründen.“
(Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung 2. Phase, S. 8)

Dominique Krössin

Kleine Anfrage auf der BVV-Seite: https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/ka020.asp?KALFDNR=3978