Die Linksfraktion will ihren Bürgermeisterkandidaten Jonas Teune als neuen Stadtrat für Soziales und Gesundheit wählen lassen. Dazu erklären die Fraktionsvorsitzenden Almuth Tharan und Paul Schlüter:
„Jonas Teune hat weder sozial- oder gesundheitspolitische Expertise noch Erfahrung in der Leitung größerer Verwaltungsstrukturen. Darüber hinaus möchte er im September Bezirksbürgermeister werden, also das Sozial- und Gesundheitsamt binnen kürzester Zeit wieder verlassen. Unter diesen Umständen können wir den vorgeschlagenen Kandidaten nicht unterstützen.
Wir kämpfen bei sozialen Themen immer wieder gemeinsam mit der Linksfraktion, etwa für die Familien in der Stargarder Straße 73, für die Sichtbarkeit queerer Vielfalt und für die Absicherung sozialer Wohnprojekte. Bei dieser Stadtradtkandidatur aber müssen wir im Dienste Pankows eine klare Grenze ziehen: Ein Posten, der direkt über die Gesundheits- und Sozialversorgung von knapp 410.000 Pankowerinnen und Pankowern entscheidet, muss mit einer qualifizierten Person besetzt werden, die ihrer Aufgabe langfristig gerecht werden will.
Natürlich steht der Linksfraktion das demokratische Vorschlagsrecht zu. Dieses Vorschlagsrecht muss jedoch auch vor dem Hintergrund der Verantwortung für den Bezirk Pankow betrachtet werden. Die Handlungsfähigkeit des Sozial- und Gesundheitsamtes muss höchste Priorität haben. Mit der Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch sowie dem Stadtrat Jörn Pasternack gibt es bereits zwei in dem Bereich erfahrene Bezirksamtsmitglieder, die keine Einarbeitungszeit bräuchten, sondern die Leitung nahtlos in Vertretung übernehmen und die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung sicherstellen und stärken können.“