Im Atelierhaus Prenzlauer Promenade konnten Künstler*innen bislang kostengünstig Ateliers für ihre Arbeit anmieten. Das Haus zerfiel unterdessen, wie die Morgenpost berichtete; Sanierungspläne wurden über Jahre nicht umgesetzt. Mehrere Kunstschaffende haben sich in einer Genossenschaft zusammengeschlossen und wollen das Haus kaufen und sanieren. Nun hat die vom Land beauftragte Immobilienverwaltung GSE mehrere Ateliermietverträge des Genossenschaftsvorstands aufgekündigt.
„Die Genossenschaft versucht, das Atelierhaus nach jahrelangem Stillstand zu sanieren und weiterzuentwickeln – es ist ungeheuerlich, dass dieses Engagement jetzt im Landesauftrag bestraft wurde“, kommentiert Silke Gänger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Kultur. „Wir wollen das Atelierhaus unbedingt für Kunst und Kulturnutzung erhalten und unterstützen eine Übernahme durch die Genossenschaft.“
Am 26. Juni um 13 Uhr protestieren die Kunstschaffenden vorm Atelierhaus gegen die Kündigungen. Die Grüne Fraktion unterstützt die Kundgebung und fordert den Senat auf, Verantwortung zu übernehmen: Alle ausgesprochenen Kündigungen müssen zurückgenommen werden.